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Der Wiener Prater
 

Der Wiener Wurstelprater

 

 

In der sogenannten Stadt-Taferne, die aber damals nicht mehr städtisch betrieben wurde, war zu Beginn des 17. Jahrhunderts ein Schankjunge namens Michael Amöther (ein Nachkomme des bekannten Riesen gleichen Namens). Fr war sehr klein und bucklig. Durch Fleiß und Geschäftsklugheit zu Geld gekommen, war er auf die Idee verfallen, da Wien arm an öffentlichen Vergnügungsorten war und die Wiener sehr gern gegen die Praterauen spazierenzugehen pflegten (der Prater war damals noch nicht der Allgemeinheit zugänglich), im Stadtgut, einem vor dem Eingange zum Prater gelegenen Besitze der Stadt Wien, ein Wirtshaus zu errichten. Der beliebte Junge bekam die nötige Summe Geldes vorgestreckt, und das neu erbaute Lokal wurde am 1. Mai 1603 eröffnet. Über dem Eingangstor stand:

Gott behuet dies Haus so lang,
Bis ein Schneck die Welt umgang,
Und ein Ameis dürst so sehr,
Daß ´s austrinkt ´s ganze Meer.


Schon im Sommer 1603 mußte das Lokal vergrößert werden. Kegelbahnen wurden errichtet und verschiedene Volksbelustigungen hier abgehalten. Nach Ainöthers Tode 1651 wurde das Wirtshaus zwar weiterbetrieben, aber es fanden sich nun mehrere Unternehmer, die in der Nähe Wirtslokale erbauten und die außer den Kegelbahnen und Marionetten, die schon Michael Ainöther eingeführt hatte, nun auch noch Puppentheater errichteten, in denen der Wurstel und der ,,Jud" eine Hauptrolle spielten. Als Kaiser Josef II. 1766 den Prater freigab, übersiedelten die Wirte mit ihren Buden in den nächstgelegenen Teil des Praters, der nunmehr Wurstelprater genannt wurde, und der sich bald zu einer europäischen Berühmtheit entwickelte. Zur Zeit des Kongresses umfaßte der Wurstelprater bereits 40 Wirtshäuser, deren jedes aus vier bis fünf Hütten oder Pavillons bestand und welche 50 Kegelbahnen hatten. (Hier entwickelten sich die sogenannten Praterscheiber.) Außerdem gab es 5 Kaffeehäuser, 11 Ringelspiele, 17 Schaukeln, 3 Vogelschießen-, 4 Taschenspielerhütten, viele Hutschen und Haspeln usw. Der Wurstelprater entwickelte sich als Volksbelustigungsort immer mehr und überschritt den Höhepunkt seiner Popularität 1873, als er im Weltausstellungsjahre ,,modernisiert" wurde.....

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